Tourenbericht Bergclub Bern
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Von Frick nach Laufenburg 18.4.2010
Wanderleiterin Paula Felder, 18 weitere Wandervögel

Nach der langen kalten Zeit endlich ein bisschen wärmer – trotz der immer noch starken Bise. Es scheint, dass die ganze Natur darauf gewartet hat – es explodiert förmlich mit Blüten und Blumen! Die Kirschbäume, die Löwenzahnwiesen, in den Gärten Tulpen, Magnolien . . . in den Wäldern kräftige Schlüsselblumen, Teppiche von Geisseblüemli (Buschwindröschen). Unser Weg führt durch all diese Pracht, sanft ansteigend rund um den Frickberg, über Wettacher von Süden auf den Schinberg. Schöner Blick in die zwischen den Schuppen dieser Juraformation eingebetteten Tälchen, ins Rheintal gegen Rheinfelden, den Südabhang des Schwarzwaldes. Wie bei jedem dieser Juraschuppen hat auch der Schinberg eine schroff abfallende Seite. Aber der Weg ist sehr gut angelegt und führt uns bald durch offenes oder bewaldetes Gebiet über Sulzerberg und Ebni nach Laufenburg. Die Wälder sind vielseitig, mit Buchen, Eichen, Tannen, Lärchen . . so dass jetzt noch viel Licht durchdringt, uns viele lohnende Ausblicke beschert, aber auch so grosse Bärlauchteppiche wachsen lässt, wie wir sie im Bernbiet nirgends haben.
Genügend Zeit ist auch eingeplant, um das schöne alte Städtchen Laufenburg zu besichtigen. Ein Bummel durch den mittelalterlichen Kern zur Brücke, die seit über 200 Jahren die Grenze bildet und Laufenburg in einen schweizerischen und einen deutschen Teil trennt. Ein Teil der Gruppe fährt bald zurück, viele lassen es sich nicht nehmen, auch von der deutschen Seite einen Eindruck zu erhaschen – und deutsches Bier, Eis oder Käsekuchen mit Sahne zu kosten.
Ein abwechslungsreicher, lohnender Ausflug in eine uns Bernern weniger vertraute Juralandschaft wurde umsichtig und angenehm geleitet. Danke, Paula!

Verena Schneider