Mitteilungen

Material
Wer gerne mal auf eine Tour mitkommen möchte, aber nicht über das nötige Material verfügt: keine Bange. Mitglieder können Material gratis vom Club ausleihen. Wende dich an Ruedi Eggimann, Moserstrasse 34, 3014 Bern, 031 332 86 32
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Skitourenausrüstung
Zu einer kompletten Skitourenausrüstung gehören:....
Tourenski mit eingestellter Bindung, Tourenschuhe, Stöcke, Felle, Lawinen­verschüttetengerät*, Harscheisen, Schaufel, Sondierstange; warme Kleider, Mütze, Handschuhe, Sonnencrème, evtl. Kälteschutz, Sonnenbrille *während der langen Sommerpause immer die alten Batterien entfernen und zu Beginn der Skitourensaison im Spätherbst neue Batterien einsetzen!

Sondierstangen
Der Bergclub Bern besitzt zu den vereins­eigenen Barryvox-Suchgeräten zusammen­legbare Sondierstangen. Alle privaten Besitzer und Besitzerinnen von Lawinenverschütteten-Such­geräten sind aufgefordert, selbst auch eine Sondierstange anzuschaffen und auf den Skitouren mitzutragen.

DIAMIR – Bindungen
Wer noch eine Diamir-Bindung der ersten Generation besitzt (weiss-grau), tut gut daran, seine Bindung im Sportgeschäft verstärken zu lassen (gratis) und Reserve­schrauben zu verlangen. Es ist in letzter Zeit immer wieder vorgekommen, dass die Zentralstange auf einer Tour gebrochen ist!

Secura fix – Bindung
Wer gerne an einer Skitour teilnehmen möchte, aber selber keine Tourenbindung besitzt, kann sich eine Secura fix – Bindung ausleihen. Sie ist verstellbar und passt auf alle Schuhgrössen. Wichtig: Die Bindung muss unbedingt angepasst werden. Nehmt deshalb bitte frühzeitig mit dem Material­chef* Kontakt auf, spätestens jedoch 2 Tage vor der Tour (* Ruedi Eggimann, Tel. P 031-332 86 32)

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Jahresbericht 2008 des Präsidenten

Liebe Mitglieder, liebe Gönnerinnen und Gönner des Bergclub Bern

Wieder geht ein erfolgreiches und unfallfreies Tourenjahr dem Ende zu, in welchem der Bergclub Bern dank dem grossen Einsatz seiner Tourenleiterinnen und Tourenleiter ein abwechslungsreiches Tourenprogramm anbieten konnte. Aufgrund der meist guten Verhältnisse konnten viele Touren durchgeführt werden. Vor allem die Wanderungen und Bergtouren im Sommer sowie die Skitouren im Winter waren gut besucht. Weniger Teilnehmer waren jeweils auf den Hochtouren und den Klettertouren zu verzeichnen.

Beim Bergclub Bern Jugend war die Tourentätigkeit auch in diesem Jahr bedingt durch die geringe Anzahl Mitglieder eher bescheiden. Zudem konnte die Zusammenarbeit mit dem Fäger (vormals Ferienpass) noch nicht wieder aufgenommen werden, da nicht genügend Kletterleiter und Kletterleiterinnen zur Verfügung standen. Der Vorstand ist bestrebt, die Voraussetzungen zu schaffen, damit wieder mehr Klettertouren für Jugendliche angeboten werden können. Wir hoffen, dass wir die Zusammenarbeit mit dem Fäger bald wieder aufnehmen können, da dadurch jugendliche Neumitglieder gewonnen werden können.

Mit Bedauern hat der Vorstand den Rücktritt des Tourenchefs Thomas Blarer per Ende Vereinsjahr zur Kenntnis genommen. Thomas Blarer hatte sich im Zuge der Strukturänderung ursprünglich als Tourenchef ad interim für ein Jahr zur Verfügung gestellt und übte dieses Amt schliesslich vier Jahre lang aus. Mit innovativen Ideen und grossem persönlichem Einsatz prägte er die Arbeit des Vorstands und das Gesicht des Bergclubs Bern in besonderem Masse. Er war massgeblich beteiligt an der Erarbeitung der neuen Statuten und des Tourenreglements, erstellte die Pflichtenhefte der Vorstandsmitglieder und realisierte die elektronische Adress- und Tourenverwaltung via Internet, welche zu einer erheblichen Entlastung der beiden Tourenchefs, des Kassiers und auch der Redaktion geführt hat. Ich danke Thomas an dieser Stelle ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit und für sein grosses Engagement für den Bergclub!

Nach intensiver Suche konnte der Vorstand den 34-jährigen Roman Leist als Kandidaten für das Amt des Tourenchefs gewinnen. Roman Leist ist seit JO-Zeiten Mitglied im Bergclub Bern und verfügt als Tourenleiter Jugend & Sport über die notwendigen Kenntnisse. Der Vorstand ist überzeugt, in ihm einen kompetenten zukünftigen Tourenchef gefunden zu haben und empfiehlt der Hauptversammlung seine Wahl.

Die Finanzlage des Bergclub Bern kann trotz Bankenkrise als gut bezeichnet werden. So pflegt unser Kassier an den Vorstandssitzungen das Traktandum Finanzen jeweils mit dem kurzen Satz "Uns geht es gut" zusammenzufassen. Dies auch dank den zahlreichen freiwilligen Beiträgen, für welche der Vorstand an dieser Stelle herzlich dankt.

Anfang Jahr hat der Vorstand das clubeigene Material gesichtet und den Spreu vom Weizen getrennt. Das für Clubtouren brauchbare Material ist weiterhin beim Materialchef vorhanden und kann dort gratis bezogen werden. Eine Materialliste ist beim Materialchef ebenfalls vorhanden. Altes und antikes Material wurde ausgesondert und wird an der diesjährigen Hauptversammlung versteigert!

Schliesslich möchte ich allen danken, die den Bergclub Bern mittragen, sei es als Mitglied des Vorstands und der "weiteren Chargen" (Internet, Versand, Material, J&S-Coach), als Tourenleiterin und Tourenleiter, als Verantwortliche für die Organisation gesellschaftlicher Anlässe oder als Helferin und Helfer an der Hauptversammlung! Ohne Euer grosses Engagement könnte der Bergclub Bern nicht bestehen.

Für das kommende Jahr wünsche ich allen Mitgliedern viel Freude in den Bergen, gute Gesundheit und viele schöne und unfallfreie Touren mit dem Bergclub Bern.
Christoph Lanz, Präsident

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Führer- und Leitertouren
Wodurch unterscheidet sich ein Tourenleiter von einem Bergführer?
Diese Frage stand in letzter Zeit mehrmals im Raum und aus diesem Grund möchte ich dazu einige Erklärungen hier abgeben. Allgemein kann man sagen: der Tourenleiter leitet eine Tour; der Bergführer führt eine Tour. Um diese zwei Begriffe unterscheiden zu können, nachfolgend zwei Fallbeispiele:
- Eine Dirigentin leitet ein Orchester.
- Ein Vater führt sein Kind über die Strasse.
Im ersten Fall arbeitet die Dirigentin mit Personen (Musikern), welche ihr Handwerk beherrschen. Ihre Aufgabe ist primär das Koordinieren der mitwirkenden Musiker. Im zweiten Fall kann das Kind noch nicht selbständig über die Strasse, und aus diesem Grund nimmt der Vater das Kind bei der Hand und führt es so sicher über die Strasse.
Nur schon an diesen zwei Beispielen sehen wir, dass die Funktionen des Führens und Leitens komplett anders sind. Dies widerspiegelt sich auch bei der Qualifikation, welche ein Bergführer oder ein Tourenleiter mitbringt. Ein Bergführer hat sein Handwerk während einer dreijährigen Ausbildung gelernt. Er ist das ganze Jahr mit Gruppen unterwegs und hat viel Erfahrung. Von ihm kann man grosse Professionalität erwarten. Ein Tourenleiter dagegen übt sein Amt in seiner Freizeit aus. Sein Ausbildungsstand ist wesentlich geringer als der des Bergführers.
Was bedeutet das für unseren Verein?
Unsere Tourenleiter und Tourenleiterinnen leiten und organisieren eine Tour im Verein. Dabei müssen die Teilnehmenden gemäss Tourenreglement das erforderliche Niveau mitbringen. Damit die Teilnehmenden dies selber beurteilen können, sind bei jeder Tourenausschreibung die notwendigen Anforderungen angegeben. Diese Anforderungen entsprechen den standardisierten Schwierigkeits- und Anforderungsskalen der jeweiligen Sportart. Sie sind im Quartalsheft zusammengefasst und in detaillierter Form auf der Webseite publiziert.
Nebst den Touren, welche durch unsere Leiter und Leiterinnen angeboten werden, will der Vorstand in Zukunft vermehrt auch Touren mit Bergführern anbieten. Dadurch sind einerseits Touren möglich, welche aufgrund des Niveaus der Teilnehmenden als reine Vereinstouren nicht oder nur mit einem gewissen Risiko durchführbar wären. Andererseits können die Teilnehmenden vom grossen Know-How der Bergführer profitieren, dies insbesondere bei Ausbildungswochen.

Thomas Blarer, Tourenchef BCB 2005-2008
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Verantwortungsbewusst unterwegs
Der motorisierte Individualverkehr ist einer der grössten Verursacher der Luftverschmutzung, wobei der Anteil des Freizeitverkehrs denjenigen des Arbeitsverkehrs noch übersteigt. Folgen der Luftverschmutzung sind beispielsweise die rapide Zunahme von chronischen Atemwegserkrankungen und Krebsleiden oder die globale Klimaveränderung, welche sich durch verschiedene Anzeichen bereits heute manifestiert.
Leider trägt auch der Bergclub Bern zur Luftverschmutzung bei. Obwohl heute die Mehrheit der Touren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt wird, gibt es immer noch eine relativ grosse Anzahl Touren, bei welchen auf Privatautos als Transportmittel zurückgegriffen wird.
Der Bergclub Bern hat in seinem Zweckartikel (Artikel 2.1 der Statuten) unter anderem auch "die Achtung vor dem Leben und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Menschen und der Natur" als Grundlage festgeschrieben. Im Sinne dieses Artikels möchte ich die Tourenleiterinnen und Tourenleiter sowie die Mitglieder des Bergclub Bern bitten, dem Umweltschutz als Kriterium bei der Tourenplanung Rechnung zu tragen und die Touren nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchzuführen – wie das für viele unter Euch bereits selbstverständlich ist. Wird eine Tour trotzdem mit Privatautos durchgeführt, so ist zumindest auf eine hohe Auslastung der Fahrzeuge zu achten.
Touren mit dem öffentlichen Verkehr bieten nebst dem Umweltaspekt noch viele andere Vorteile, beispielsweise: alle Teilnehmer reisen gemeinsam, man pflegt die Gemeinschaft; im Zug kann man lesen, schlafen, essen, schwatzen und kommt trotzdem ans Ziel; spontane Tourenvarianten und Überschreitungen sind ohne Probleme möglich, da man nicht zum Ausgangspunkt zurückkehren muss; bei der Rückfahrt von der Tour sitzt man selten im Stau.
Ich hoffe, mit diesen Gedanken einige unter Euch zum Umsteigen auf Bahn, Tram und Bus bewegen zu können und danke allen, welche ihre Touren mit dem öffentlichen Verkehr durchführen.
Christoph Lanz, Präsident Bergclub Bern

PS 1: Inspirationen für Skitouren mit dem öffentlichen Verkehr geben die Führer von Daniel Anker im Steiger Verlag: Band 1: Berner Oberland, Wallis ISBN 3-85423-082-6, Band 2: Graubünden, Ostschweiz ISBN 3-85423-083-4, Band 3: Zentralschweiz, Tessin ISBN 3-85423-084-2
PS 2: Die Broschüre "Alpentaxi" von Mountain Wilderness enthält viele Adressen von Transportunternehmen in den Alpen, welche Taxifahrten durchführen, wenn kein oder nur ein ungenügendes Angebot durch die öffentlichen Verkehrsmittel besteht. Bezug der Broschüre bei: Geschäftsstelle Mountain Wilderness Schweiz, Postfach 1622, 8040 Zürich, Fon 01 461 39 00, info@mountainwilderness.ch.

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