Lawinenstufe 3 bis 4 in der Schweiz. Gleichzeitig ist es in tieferen Lagen gar nicht so leicht, überhaupt genügend Schnee zu finden. Keine einfachen Voraussetzungen für die Tourenplanung. Fränzi und Pascal entschieden sich für eine Tour von Saanenmöser aufs Wannehörli.
Aufgrund zahlreicher Abmeldungen waren wir schlussendlich nur noch zu fünft. Nach dem Kennenlernen auf dem Perron stiegen wir gemeinsam in den Zug Richtung Saanenmöser. Schon während der Fahrt ins Tal machte uns das Wetter etwas Sorgen – es regnete kräftig.
Bis kurz vor unserer Ausstiegsstation begleitete uns der Regen. Zum Glück ging er danach in Schnee über, was uns schon wieder glücklicher machte. Am Bahnhof angekommen, mussten wir den Einstieg zuerst suchen – gut versteckt hinter einem Schneekegel. An der kleine Simme, haben wir dann angefellt.
Es war ziemlich warm. Dazu kam ein kräftiger Wind und anhaltender Schneefall, der uns praktisch den ganzen Tag begleitete. Einen geeigneten Pausenplatz zu finden, war deshalb gar nicht so einfach. Erst rund 250 Höhenmeter unterhalb des Gipfels machten wir bei einer Alp unsere erste Pause. In einem, vermuten wir, alten Schweinestall fanden wir Schutz vor Wind und Schneefall. Ein ungewohnter, aber sehr willkommener Rastplatz.
Gestärkt nahmen wir die letzten 250 Höhenmeter in Angriff. Oben angekommen, gratulierten wir uns gegenseitig zum Aufstieg. Zur Aussicht lässt sich leider wenig sagen – sie blieb uns wetterbedingt verborgen. Schnell eine zusätzliche Schicht anziehen, Felle verstauen, ein Gipfelfoto machen – und bereit für die Abfahrt.
Pulverabfahrt? Leider nein. Es erwartete uns schwerer, klebriger Schnee. Die Schwünge waren entsprechend anspruchsvoll, und Stürze blieben nicht aus. Einmal sogar lagen drei von fünf gleichzeitig im Schnee.
Nicht die besten Verhältnisse. Aber wir haben einen Tag draussen in den Bergen verbracht – und unter Schneefall macht es letztlich doch mehr Spass als im Regen.
Vielen Dank an Pascal und Fränzi fürs Organisieren!